Anliegen und Schwerpunkte des Symposiums

Anliegen des Symposiums: Die Bedeutung der vorgeburtlichen Lebenszeit für die Persönlichkeitsentwicklung, die Individuation und die Konsequenzen für Psychotherapie und Entwicklungsbegleitung.

Schwerpunkte in Vorträgen und Workshops:

   * Aktueller Stand der Pränatalen Psychologie.  Bedeutung und Konsequenzen für die Psychotherapie, Entwicklungsbegleitung und Individuation.

   * Vorgeburtliche psychische Traumen: Methodische Zugänge (Introspektion,  Imagination, bildnerischer Ausdruck) und psychotherapeutische Behandlung
 
  
 *  Individuation: Entwicklungsinhalt und Entwicklungsziele, Synthese von westlichem und östlichem Entwicklungsdenken.  Einbeziehung spiritueller Perspektiven in die Psychotherapie.


Auf ein psychisches Leiden kann psychotherapeutisch hilfreich geantwortet werden, wenn die Entstehungszusammenhänge möglichst komplex erfasst werden. Dazu ist ein ganzheitliches Menschenbild erforderlich. Dies noch mehr, wenn man Psychotherapie im umfassenden Sinne als „Entwicklungsbegleitung“ versteht..

Bereits zur Gründerzeit der Psychoanalyse begegnen wir Pionieren, die ein solches Menschenbild einfordern (Adler, Rank, Rank, Reich u.a.). C.G. Jung erweiterte dieses substanziell. Er erkannte, daß die körperanaloge-psychische Entwicklung der Realisationsrahmen für eine hierarchisch darüber liegende Ebene ist: der Individuation. Es geht um den Verkörperungsweg des „Selbst“ als einer ontologischen Einheit.

Ein Vertreter der psychoanalytischen Pionierzeit blieb bis heute weitgehend unbekannt, setzte aber bereits früh Perspektiven für eine integrative-ganzheitliche Psychotherapie: Gustav Hans Graber, ein Psychoanalytiker aus Bern (1893 – 1982).

Graber verbindet Freudsches und Jungsches Denken, wobei er für beide ein genetisch-biologisches Entwicklungskonzept von der Zeugung an erarbeitete. Die nachgeburtliche Ambivalenz wie auch die Individuation haben ihre Wurzeln im Vorgeburtlichen. Er forderte zur Kernphysik eine ebenbürtige Kernpsychologie ein: „Wenn wir über den Ursprung des Seelischen nicht völlig im Klaren seinen, werde auch die Erkenntnis seelischer Entwicklung und Zielsetzung verworren. Ziel der Entwicklung sei es, die nachgeburtlich ins Ich aufgenommenen Selbstentfremdungen zu erkennen und aufzulösen, damit es zu einer „seelischen Wiedergeburt“ kommen könne.

Das Symposium richtet sich an
Interessierte am "Weg zum Selbst", Im Besonderen an PsychologInnen, PsychotherapeutInnen aller Richtungen (bes. Freud und Jung, Humanistische und transpersonale Ansätze), Ärzte, Hebammen, Pädagogen, Seelsorger, Mitglieder der Internationalen Studiengemeinschaft für Pränatale Psychologie und Medizin (ISPPM).

Dauer des Symposiums

Freitag, 3.9., 14.30 Uhr bis Sonntag, 5. 9. 2004 um 13 Uhr.
Anschließend Workshops von 15.00 bis 16.30.

Beitrag:
Tagunsbietrag: € 120.-
Studierende und PsychotherapeutInnen in Ausbildung: € 60.-
Die Teilnahme an den Workshops So nachmittag ist im Tagungsbeitrag inbegriffen.
 

Literatur zu Grabers Werken:Unter dem Hinweisfeld "Literatur" finden Sie wichtige Beiträge  von Graber eingescannt. Im besonderen sei auf Sein Hauptwerk verwiesen: Zeugung, Zwiespalt und Einheit der Seele".

Die Gesammelten Schriften (4 Bände) können zum Preis von 70.- E unter der Anschrift:
http://www.isppm.de/buchecke.html bestellt werden.

 

Tagungsort:

St. Virgil Salzburg
Bildungs-, und Konferrenzzentrum
Ernst-Grein Str. 14
A-5026 Salzburg
Tel. +43/662/65901
kurssekretariat@virgil.at
http://www.virgil.at/

Kontakt:

Prof. Dr. Alfons Reiter

Institut für Psychologie
der Universität
Hellbrunnerstraße 34
A - 5020 Salzburg

Tel: +43 (0)662-8044-5110
Tel: +43 (0)650- 6333466

alfons.reiter@sbg.ac.at